Jahreswechsel ohne Böller?

Mit Böllern und Raketen ins neue Jahr?

Was lange als unangefochtene Tradition galt, scheint zumindest in den Niederlanden immer öfter verboten zu werden. Mindestens 56 der insgesamt 281 Gemeinden haben zu Silvester feuerwerksfreie Zonen eingerichtet, das sind 30 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Wie eine Umfrage der niederländischen Zeitung AD ergeben hat, führten 2015 auch größere Städte wie Groningen, Amersfoort, Alkmaar und Dordrecht die Null-Knaller-Zonen ein.

Auch in Deutschland darf nicht überall nach Belieben geböllert werden: Bundesweit ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern seit 2009 verboten.

Auswertungen des Umweltbundesamtes zeigen außerdem: Am ersten Tag des neuen Jahres ist die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht. PM10-Stundenwerte über 1000 µg/m3 sind in der ersten Stunde des neuen Jahres in Großstädten keine Ausnahme. Das Umweltbundesamt rät deshalb, das persönliche Feuerwerk zumindest einzuschränken, wenn man zur Verminderung der Feinstaubbelastung in der Silvesternacht beitragen will.

Auch der Deutsche Tierschutzbund appelliert nicht nur an die Besitzer von Heimtieren, das Abbrennen von Raketen und Böllern zu unterlassen. Viele Tiere reagieren auf die Knallerei zum Jahreswechsel mit Angst und Panik. Vor allem für Wildtiere kann das Spektakel um Mitternacht lebensgefährlich werden.

Der Tierschutzverband bittet um Rücksichtnahme und fordert dazu auf, Tiere und Natur zu schonen und ihnen das Feuerwerk zu ersparen.

In diesem Sinne:

einen guten Rutsch und ein frohes und gesundes neues Jahr.

Astrid Normann, OV-Sprecherin

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