{"id":1370,"date":"2020-01-12T20:16:28","date_gmt":"2020-01-12T19:16:28","guid":{"rendered":"http:\/\/gruene-nks.de\/?p=1370"},"modified":"2020-11-27T13:08:08","modified_gmt":"2020-11-27T12:08:08","slug":"ausgesummt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-nks.de\/index.php\/2020\/01\/12\/ausgesummt\/","title":{"rendered":"Ausgesummt"},"content":{"rendered":"\r\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201eWir haben es satt\u201c-Demo in Berlin<\/h2>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Margeriten, Kornblumen und Wiesensalbei sprie\u00dfen aus dem Boden. Bienen und Schmetterlinge fliegen von Bl\u00fcte zu Bl\u00fcte, die Luft ist von Summen und Brummen erf\u00fcllt. Ein ganz normaler Fr\u00fchlingstag \u2013 zumindest war das einmal so. <strong>Tats\u00e4chlich wird es immer leiser auf unseren Wiesen und Feldern.<\/strong> In Deutschland ist der Insektenbestand in den letzten zehn Jahren dramatisch gesunken \u2013 teilweise um bis zu <strong>67 Prozent.<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Der Grund: <strong>Monotone Ackerlandschaften breiten sich immer weiter aus. Hier finden Bienen und Schmetterlinge kaum noch Nahrung.<\/strong> Pestizide rieseln auf die Felder \u2013 t\u00f6dlich f\u00fcr die Insekten. Viele Landwirt*innen wollen etwas f\u00fcr die Bienen tun, k\u00f6nnen es sich aber nicht leisten. Denn die EU verteilt ihre Agrarhilfen ungerecht: \u00d6kologisch vertr\u00e4glich wirtschaftende B\u00e4uer*innen erhalten kaum Geld, der Gro\u00dfteil geht an die industrielle Landwirtschaft.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Doch es gibt Hoffnung. <strong>Wir k\u00f6nnen jetzt erreichen, dass die EU das Richtige belohnt: Landwirtschaft, die die Artenvielfalt erh\u00e4lt.<\/strong> Demn\u00e4chst verteilt Br\u00fcssel die EU-Agrarsubventionen neu \u2013 insgesamt <strong>60 Milliarden<\/strong> Euro pro Jahr. Die Frage ist, wer das Geld bekommt: Geht es wie bisher vor allem an gro\u00dfe Agrarfabriken, die auf Monokulturen und Pestizide setzen? Oder vermehrt an B\u00e4uer*innen, die naturnah wirtschaften und so Bienen und Insekten sch\u00fctzen?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die entscheidenden Agrarpolitiker*innen sind am Samstag, den 18. Januar in Berlin. Wir empfangen sie dort mit einer riesigen <strong>\u201eWir haben es satt\u201c-Demo<\/strong> und machen ihnen unmissverst\u00e4ndlich klar: <strong>Stoppt das Artensterben.<\/strong> Mit mehr als 90 Organisationen rufen zum Protest auf. B\u00e4uer*innen, Imker*innen und G\u00e4rtner*innen sowie ganz viele Verbraucher*innen streiten gemeinsam f\u00fcr die Agrarwende. Kommen auch Sie zur Demo in Berlin.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Ort:<\/strong> Brandenburger Tor, Berlin<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Zeit:<\/strong> Samstag, 18. Januar 2020, 12 Uhr<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Insekten sind das Fundament unserer Artenvielfalt.<\/strong> Sterben sie, f\u00e4llt ein wichtiger Teil der Nahrungskette weg. Zuerst finden V\u00f6gel und Amphibien weniger Futter und verhungern, dann fehlt auch gr\u00f6\u00dferen S\u00e4ugetieren die Nahrung. Es droht der Kollaps des \u00d6kosystems.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Auch f\u00fcr unsere Landwirtschaft hat das Bienen- und Insektensterben katastrophale Folgen. <strong>Insekten best\u00e4uben fast alle Wild- und Kulturpflanzen.<\/strong> Ohne sie g\u00e4be es gro\u00dfe Ernteausf\u00e4lle. Experten sch\u00e4tzen den Wert der Best\u00e4ubung von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen weltweit auf einen dreistelligen Milliardenbetrag.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong>Verschwinden Insekten von der Erde, verschwinden viele Lebensmittel von unseren Tellern.<\/strong> Zum Beispiel unser Fr\u00fchst\u00fcck \u2013 das w\u00e4re ohne Bienen und andere Best\u00e4uber ziemlich karg. Kaffee? Kaum noch zu haben oder sehr teuer. Obst? Fehlanzeige, denn ohne Insekten gehen die Ertr\u00e4ge um bis zu 90 Prozent zur\u00fcck. Damit gibt es auch weder Marmelade noch Honig auf unserem Fr\u00fchst\u00fcckstisch.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Hier bei uns in Neunkirchen-Seelscheid ist mit den Aktionen Wildblumen Bl\u00fcten auf Stra\u00dfenrandstreifen ein guter Ansatz in den Fokus ger\u00fcckt worden. Das soll in diesem Jahr weiterf\u00fchrt werden.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir haben es satt\u201c-Demo in Berlin Margeriten, Kornblumen und Wiesensalbei sprie\u00dfen aus dem Boden. Bienen und Schmetterlinge fliegen von Bl\u00fcte zu Bl\u00fcte, die Luft ist von Summen und Brummen erf\u00fcllt. 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