Sportplatz Neunkirchen-Süd – Wunsch und Wirklichkeit

Sowohl im letzten EUPA (Energie- Umwelt- und Planungsausschuss) wie auch im Rat wurde die Standortfrage und Umsetzung eines neuen Sportplatzes für die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid nochmals kontrovers diskutiert.

Wir haben in der Ratssitzung am 22.09.16, zusammen mit der SPD eine Bürgerbeteiligung (Ratsbürgerentscheid) eingefordert, der von den übrigen Fraktionen abgelehnt und belächelt worden ist.

Eine Bürgerbeteiligung bei der verbindlichen Festlegung eines Sportplatz Standortes ist hier nicht erwünscht.

Der nun von der CDU eingebrachte und mehrheitlich beschlossene Antrag legt sich alternativlos auf die Sportplatzvariante Neunkirchen-Süd (am LIDL) fest.

Warum sind wir dem CDU Antrag nicht gefolgt?

Weil hier der ausschließlich der Wunsch Vater des Gedankens ist! Es darf nicht sein was kommen wird.

  • Der Bau an dieser Stelle ist für unsere Gemeinde nicht finanzierbar.
  • Weitere Steuererhöhungen, die jeder Bürger zu tragen hat, sind die Konsequenz.
  • Alternativ erfolgt durch den Bau der Sportanlage eine Überschuldung. Die Bezirksregierung Köln wird mit einem „Sparkommissar“ eingreifen. Über den Erhalt der Gemeinde-Büchereien brauchen wir uns dann keine Gedanken mehr zu machen –sie werden diskussionslos geschlossen.
  • Vereinssport ist wg. räumlicher Beschränkungen (Parkplätze; Umkleideräume) dort nicht möglich.
  • Auch dieser Standort wird von den Schulen nicht fußläufig genutzt werden können, da hier die Aufsichtspflicht und Versicherungsfragen (Weg zw. Schule und Sportplatz) zu berücksichtigen sind.
  • Ein nahtloser Zeitablauf ist hier nicht gegeben. Der Sportplatz Neunkirchen-Süd wird nicht unmittelbar nach Aufgabe der Sportanlage Höfferhof im Jahr 2018 nutzbar sein, da hier die komplette Planung, der Beantragungsweg und der eigentliche Bau (mit allen Unwägbarkeiten) noch aussteht.

Wir von der Fraktion „Bürgernahe Grüne“  haben uns dafür eingesetzt, dass ein Beschluss gefunden wird, in dem Sachargumente und Bürgermeinung gleichermaßen eingebunden werden.

Da die Ratsmehrheit dies nicht mitträgt, werden wir den weiteren Verlauf kritisch hinterfragen und Sie über die weiteren Sachstände informieren.

Elmar Brox

Fraktionsvorsitzender „Bürgernahe Grüne“

 

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