Erwachsene müssen jetzt handeln

Wir müssen unsere Hausaufgaben machen

Die Kinder von heute können sich nicht darauf verlassen, dass wir die Klimaprobleme lösen, unter denen sie morgen leiden werden. Also müssen sie heute selbst dafür auf die Straße gehen. Thunbergs Engagement hat vielerorts junge Menschen inspiriert und überall in Europa finden Demonstrationen “Fridays for Future” statt, was wir GRÜNE gerne unterstützen!

Gleichzeitig gibt es Anzeichen dafür, dass Verbraucher bereit sind, eine größere Klimaverantwortung zu übernehmen.

Um unsere Gewohnheiten zu ändern, können wir an einer Fastenaktion für Klimaschutz & Klimagerechtigkeit teilnehmen.

Je effizienter und bewusster wir heizen, beleuchten oder kochen und je mehr Sonnen- und Windenergie wir dazu nutzen, desto besser für das Klima.

(1) Lüftungsverhalten prüfen: Stoßlüften statt Kippe. Alle Fenster zum Lüften nur kurzzeitig weit öffnen. Unkontrollierte Belüftung verschwendet Energie.

(2) Den Wechsel zu einem Ökostromversorger oder die Beteiligung an einer Energiegenossenschaft prüfen.

Achten Sie auf Anbieter mit ok-power-Siegel, wenn Sie sicher sein wollen, dass
– der Strom Ihres Tarifs zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammt
– die Energiewende aktiv und kontinuierlich vorangetrieben wird
– der Stromanbieter nicht an Atom- oder Kohlekraftwerken finanziell beteiligt ist

(3) selbst kochen und auf Fleisch verzichten- wenn man nicht ganz darauf verzichten möchte, gezielt Produkte aus artgerechter Tierhaltung kaufen.

(4) regionales und saisonales Obst und Gemüse kaufen. Kurze Transportwege der Lebensmittel sind für einen umweltfreundlichen Einkauf ein wichtiges Kriterium.
– ist ein Abo einer Gemüsekiste möglich oder gibt es direktvermarktende Bauernhöfe in der Nähe
– sind die Produkte mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar?

(5) Auf ökologische und soziale Aspekte beim Konsum achten. Ökolabel und Siegel kennzeichnen Textilien, die ohne gesundheitsgefährdende Chemikalien und unter Einhaltung hoher Umweltstandards hergestellt wurden.
– auf Flugimporte wie exotische Früchte und Blumen im Winter verzichten
– nichts Neues kaufen, sondern tauschen, teilen, reparieren

(6) die Mobilität überprüfen
– das Auto durch Fahrgemeinschaften mit Nachbarn und Freunden ersetzen
– Rad, Bus oder Bahn nutzen
– Verbesserungsvorschläge für Fuß- und Radwege / ÖPNV der Gemeinde melden.

(7) einen plastikärmeren Lebensstil führen
– Stoffbeutel und mitgebrachte Vorratsdosen statt Plastiktüten benutzen
– loses Obst und Gemüse kaufen
– Produkte in Glasflaschen / Pfandbechern bevorzugen
– Kosmetika auf Mikroplastik mit den gratis Smartphone-Apps “Code Check” oder “Beat The Microbead” prüfen

Wir wünschen allen ein klimafreundliches Wochenende!

Tarja Palonen-Heiße

Fraktionsvorsitzende

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